Es werden immer viele Fragen zum Thema Spannen von Häkelarbeiten gestellt. In diesem Blog möchte ich etwas Klarheit darüber schaffen, warum man das macht und wie. Häkelarbeiten spannen kann man auf viele verschiedene Arten.Zuerst einmal: Es ist kein Muss, Häkelarbeiten zu spannen. Es ist eine Option und verleiht deiner Arbeit ein schönes, gleichmäßiges Aussehen. Spannen kann die Form deines Häkelprojekts besonders betonen. Aber wenn du die Materialien nicht hast oder nicht weißt, wie du es machen sollst: kein Problem! Es ist deine Entscheidung.
Bist du aber neugierig, was das genau ist und möchtest du doch wissen, welchen Effekt es hat? Dann lies unbedingt weiter! Ich erkläre dir drei Methoden, um deine Häkelarbeit zu spannen.
Deine Häkelarbeit clever spannen mit dem Granny Square Blockspanner.
Was ist Häkelarbeiten spannen?
Spannen ist eine Technik, mit der du deine gehäkelte Arbeit gleichmäßig und gerade machst. Bei dieser Technik steckstdu das fertige Häkelprojekt auf eine weiche Unterlage. Indem du es nass machst und dann in die gewünschte Form spannst, behält die Arbeit eine schön gerade Form, sobald sie getrocknet ist. Diese Methode funktioniert bei Naturgarnen besser als bei Acrylgarnen, aber grundsätzlich kann sie bei allen Garnen verwendet werden.
Häkelarbeiten spannen oder „blocken“?
Beide Begriffe sind möglich. „blocken“ ist ein englischer Begriff, auf Deutsch sagt man auch einfach „Häkelarbeiten spannen“. Marieke verwendet hier den englischen Begriff, weil er in Häkelanleitungen und Onlineshops oft benutzt wird.
Warum solltest du deine Häkelarbeiten blocken?
Das Blocken deiner Häkelarbeit sorgt dafür, dass die Reihen deiner Arbeit gleichmäßiger werden. Deine Häkelarbeit wird dadurch schöner und akkurater aussehen. Besonders wenn etwas symmetrisch sein muss, kann das Blocken helfen, beide Seiten gleichmäßig aussehen zu lassen. Manchmal häkelst du lockerer, manchmal fester, sodass es so aussieht, als wäre deine Arbeit nicht symmetrisch. Durch das Blocken oder Spannen deiner Arbeit kannst du das korrigieren.
Auch wenn sich die Ränder von Schals oder Decken einrollen, kannst du das Problem lösen, indem du deine Arbeit blockst.
Du kannst Granny Squares auf genau die gleiche Größe spannen, sodass sie nach dem Blocken exakt dieselben Maße haben. Wenn du sie anschließend zusammenhäkelst, erhältst du eine gleichmäßigere Decke.
Auch bei Filethäkelarbeiten oder gehäkelten Spitzen kannst du deine Arbeit blocken, um ein schönes Finish zu erzielen. Durch das Blocken bleiben die Maschen gerade und das gehäkelte Muster wird deutlicher sichtbar.
Was brauchst du dafür?
Du brauchst eine weiche Unterlage, um deine Arbeit darauf festzustecken. Das kann (abhängig von der Größe deiner Häkelarbeit) eine Matratze, ein Teppich, ein Bügelbrett oder ein spezieller Granny Square Spannbrett sein. Das ist eine Holzplatte mit Löchern, in die du Stäbchen schrauben kannst. So kannst du einfach einen Stapel Granny Squares oder Sechsecke gleichzeitig in der gleichen Größe blocken. Ich benutze oft Schaumstoff-Puzzlematten für Kinder. Es gibt auch offizielle Spannmatten von KnitPro oder Cocoknits zu kaufen, aber die Schaumstoff-Puzzlematten oder Gymnastikmatten funktionieren genauso gut und sind viel günstiger. Zum Beispiel diese weichen Bodenmatten von Decathlon.
Rostfreie (Kopf-)Stecknadeln, um deine Arbeit festzustecken. Du kannst auch praktische „Kämme“ kaufen, zum Beispiel Blockspanner von der Marke KnitPro. Diese Kämme mit Metallstiften kannst du genauso wie Stecknadeln einfach in die weiche Unterlage stecken. Damit kannst du eine Decke oder einen Schal noch gleichmäßiger fixieren, ohne dass deine Arbeit schief gezogen wird.
Eventuell 1 oder 2 Handtücher, wenn du die Arbeit auf einer Matratze oder einem Bügelbrett blockst. Sie schützen die Unterlage vor Farben, die auslaufen könnten, wenn du deine Arbeit nass machst.
Eine Sprühflasche für Pflanzen, um deine Arbeit nass zu machen – das hängt von der Blockmethode ab, die du verwenden möchtest. Lass mich dir die Methoden zuerst einmal erklären.
Drei verschiedene Methoden, Häkelarbeiten zu blocken
Methode 1: Nass sprühen
Diese Methode benutze ich immer; sie ist einfach und sicher.
Diese Art eignet sich hervorragend für kleinere Häkelarbeiten wie Quadrate, Dekorationen und Schals. Das Blockenerfolgt durch das Befeuchten der Arbeit. Zuerst steckst du die Häkelarbeit mit Nadeln in der gewünschten Form auf der weichen Unterlage fest, dann besprühst du sie mit Wasser aus einer Sprühflasche (eventuell mit etwas Wollwaschmittel im Wasser) und lässt sie anschließend vollständig trocknen.
Häkelarbeiten blocken auf Spannmatten.
Methode 2: Die „nasse“ Methode
Diese Methode ist besonders für größere Häkelprojekte wie Decken und Schals geeignet. Um deine Arbeit auf diese Weise zu blocken, tauchst du sie vollständig (in der Spüle oder in der Badewanne) in kaltes bis lauwarmes Wasser mit eventuell etwas Wollwaschmittel im Wasser.
Die gesamte Arbeit muss durch und durch nass sein. Drücke deine Arbeit vorsichtig aus, oder besser: Wickle sie in 1 oder 2 Handtücher, um das überschüssige Wasser herauszudrücken. Lass deine Häkelarbeit nicht hängen, da sie sich durch das Gewicht des Wassers verziehen könnte. Stecke nun deine Decke liegend in Form auf einer weichen Unterlage und lasse sie so trocknen.
Methode 3: Häkelarbeiten mit Dampf blocken
Eine dritte Methode, die ich selbst nie benutze, ist das Blocken mit dem Dampf von einem Bügeleisen. Diese Art ähnelt sehr der ersten Methode, die ich aufgeführt habe, mit der Sprühflasche, aber hier benutzt du ein Bügeleisen mit heißem Dampf, um deine Arbeit nass zu machen.
Es ist sehr wichtig, dass du die Häkelarbeit nicht mit dem Bügeleisen berührst, da du die Fasern beschädigen könntest. Acrylgarne schmelzen sogar durch die Hitze, also ist diese Methode für Acrylgarne ungeeignet. Wollfasern können schrumpfen, wenn sie zu heiß werden, also gehe vorsichtig vor. Zur Sicherheit kannst du ein feuchtes Baumwolltuch auf deine Häkelarbeit legen.
Denke immer daran: Für alle Methoden des Blockens von Häkelarbeiten gilt: Lass deine Arbeit nach dem Nassmachen und Feststecken wirklich gut trocknen, mindestens 24 Stunden. Wenn du deine Häkelarbeit löst, während sie noch nass oder feucht ist, behält sie ihre Form nicht.
Warte, bis die Häkelarbeit vollständig trocken ist – dann bleibt sie in Form, selbst wenn du den Schal oder die Decke später erneut wäschst.
Hast du schon eine dieser Methoden ausprobiert? Ich würde gerne wissen, welche Methode du benutzt hast und wie sie funktioniert hat. Ich lese gerne hier unten, wie deine Erfahrungen mit dem Blocken sind!







Danke für die Infos. Leider hilft mir das bei meinem runden Utensilo nicht weiter.
Hast du da vlt einen Tipp für mich?
Gerne kannst du deine Frage in unserer Facebookgruppe „Häkelfans Freunde“ stellen. Diese kannst du hier finden: https://www.facebook.com/groups/658724040253303/