Neulich wurde ich gefragt, was die Zahlen 8/8, 8/6 und 8/4 bedeuten, die man manchmal bei einer Anleitung stehen sieht. Wofür stehen diese Zahlen? Ich habe für euch etwas recherchiert und einen Blog darüber geschrieben.
Du „tauchst“ am besten in deinen Vorrat Baumwollgarn ein, um es zu verstehen. Nimm einige verschiedene Stärken Baumwollgarn zur Hand. Den Unterschied wirst du am besten sehen, wenn du auch jedes Mal eine andere Farbe nimmst. Schneide von diesen Sorten ein Stück ab und versuche, dieses zwischen deinem Daumen und Zeigefinger auseinander zu reiben. Mache dies, damit du die verzwirnten Fäden zählen kannst. Lege die verschiedenen Garne einzeln vor dich. Klebe sie zur Not auf ein Kärtchen, Stück Papier und halte einen Kugelschreiber bereit. Halte die Fäden nun bereit, während du meinen Blog weiterliest. So wird deutlich, was damit gemeint ist.
Hierunter erkläre ich, was die Verhältnisse bei jedem Baumwollfaden bedeuten.
Allgemeines
Bei einem Verhältnis steht die erste Zahl nämlich für die Stärke der einzelnen Fäden, aus denen dieses Garn verzwirnt wurde (in diesem Blog immer 8). Die Zahl nach dem Strich ist die Anzahl der Fäden, mit denen verzwirnt, gedreht wurde zu einem Faden.
Verhältnis 8/8
Beim Verhältnis 8/8 ist es so, dass die erste 8 die Stärke der Fäden wiedergibt. Die 8 nach dem Strich ist die Anzahl der Fäden, aus denen das Garn verzwirnt ist. Also hast du bei dieser Form 8 ganz feine Fäden, die zusammen zu 1 dicken Faden gesponnen sind. Hast du so einen Faden liegen? Wo du 8 feine Fäden gelöst hast? Notiere dabei dann 8/8.
So ein Knäuel Baumwolle mit Verhältnis 8/8 wiegt meistens 50 Gramm. An Lauflänge sind weniger Meter (rund 75 Meter pro Knäuel von 50 Gramm) darauf als bei den folgenden Verhältnissen. Du wirst sehen, dass dies dickeres Baumwollgarn ist. Meistens verwendest du hierbei eine Häkelnadel Größe 3,75 mm oder 4,5 mm. Dies je nach der Art, wie du häkelst. Dieses Garn wird in die Kategorie Light oder C eingeteilt.
Ein Beispiel von einem 8/8 Garn ist Cahlista von Scheepjes.

Verhältnis 8/4
Die Stärke der gesponnenen Fäden ist dieselbe wie bei Garn mit einem Verhältnis 8/8, also die erste Zahl. Aber bei diesem Garn sind 4 anstatt 8 Fäden verzwirnt, wodurch das Garn halb so dick ist. Und du erhältst natürlich mehr Lauflänge, mehr Meter auf einem Knäuel von 50 Gramm. Meistens sind das ungefähr 170 Meter. Liegt neben dir so ein Stück Faden, schreibe dann 8/4 dazu.
Für diese Art Garn verwendest du meistens eine Häkelnadel 2 mm oder 3,25 mm. Dieses Garn wird in die Kategorie Super Fine oder A eingeteilt.
Ein Beispiel von einem 8/4 Garn ist Catona von Scheepjes.

Verhältnis 8/6
Bei diesem Faden sind 6 Fäden derselben Stärke wie bei den vorangegangenen Verhältnissen verzwirnt. Dieser Faden kommt also von der Dicke her genau zwischen einen Faden von 8/8 und 8/4. Es versteht sich von selbst, dass auch hier (bei einem Knäuel von 50 Gramm) die Lauflänge geringer sein wird als bei einem Knäuel mit 8/4 Verhältnis und mehr als bei einem 8/8 Baumwollknäuel. Hierbei kannst du deine Häkelnadel Größe 3,25 mm und 3,75 mm verwenden.
Dieses Garn wird in die Kategorie Fine oder B eingeteilt.
Welches Garn verwendest du?
Die oben angegebenen Häkelnadelgrößen sind eine Option. Was bedeutet, dass es davon abhängt, welches Garn du wählst, für welches Design. Auch deine Art zu häkeln, eher locker oder gerade sehr fest, sorgt dafür, dass du die Wahl für deine Häkelnadelgröße triffst. Das Häkeln einer Maschenprobe kann dir dabei auch helfen.
Es versteht sich von selbst, dass du bei Amigurumi am besten Garn aus der Kategorie Super Fine verwendest. Um ein kleines, aber feines Ergebnis zu erhalten. Willst du natürlich ein mega großes Kuscheltier häkeln, kannst du denselben Faden mit Verhältnis 8/4 doppelt nehmen, oder du wählst einen 8/8 Faden aus. Oder du entscheidest dich für Jumbo-Garn, Kategorie F, wobei du mit einer Häkelnadel Größe 12 oder mehr häkeln kannst.
