Lust auf eine neue Herausforderung und ein einzigartiges Projekt für 2026? Dann überlege dir mal, eine Temperaturdecke zu häkeln – ein überraschendes Projekt mit viel Farbe! Jeden Tag häkelst du einen Teil der Decke in einer Farbe, die zur Temperatur des Tages passt. So wächst das Jahr mit dir mit und du siehst, wie die Jahreszeiten unter deinen Fingern entstehen. In diesem Blog nehme ich dich mit durch den Prozess und gebe dir Tipps, wie du häkelnd durch die Jahreszeiten reisen kannst!

Muster Wahl
Letztes Jahr hast du in den sozialen Medien vielleicht den „Throw a temperature CAL“ von Eddna gesehen. Für diese Decke häkelst du jeden Tag ein Hexagon, wobei die Mitte für die Minimumtemperatur des Tages steht, der Rand darum herum für die Durchschnittstemperatur und der äußere Rand für die Maximumtemperatur. Unsere Bloggerin Sofie De Zutter und Designerin Linda Daas haben am Eddna-CAL teilgenommen.
Andere Anleitungen arbeiten mit ein oder zwei Temperaturen pro Tag. Wähle dann zum Beispiel die Maximumtemperatur, da diese die größte Variation darstellt.
Es gibt unzählige mögliche Muster. Eine einfache Decke aus Grannys, Granny Stripes oder Corner2Corner eignet sich auch sehr gut für eine Temperaturdecke. Eine weniger komplexe Decke ist vielleicht einfacher zu handhaben. Bei einer Corner2Corner-Decke berechnest du im Voraus, wie viele Kästchen du pro Tag häkeln musst, um die gewünschten Abmessungen zu erreichen. Auf Pinterest und Etsy findest du genügend Inspiration. Wenn du es magst, die Monate in deiner Decke wiederzufinden, könntest du zum Beispiel an eine Decke aus zwölf großen Grannys denken. Ein großes Granny besteht dann aus 31 Reihen, einer Reihe pro Tag. Oder füge ein zusätzliches einfarbiges Granny hinzu, wenn der Monat vorbei ist, in einer Decke mit einem Granny pro Tag. Es gibt auch eine Decke, bei der die Grannys pro Monat angeordnet sind, sodass du das Aussehen eines Kalenders erhältst. Habe ich schon gesagt, dass du all deine Kreativität in einer Temperaturdecke ausleben kannst? Die Möglichkeiten sind endlos!
Für die Auswahl der Farben ist es sowieso gut, sich im Internet umzusehen! Beachte jedoch, dass bei ausländischen Quellen der Temperaturverlauf ganz anders ist. Das Klima in Kalifornien ist schließlich ganz anders als in den Deutschland, um nur ein Beispiel zu nennen.
Garn- und Farbwahl
Baumwolle, Wolle oder Acryl… im Prinzip sind viele Garnqualitäten eine Option für eine Temperaturdecke. Das Wichtigste ist, ein Garn mit einer großen Farbauswahl zu wählen. Abhängig vom gewählten Muster benötigst du mindestens zehn Farben. Je weniger Farben du verwendest, desto größer ist der Temperaturbereich pro Farbe. Wenn du zehn Farben verwendest, verwendest du zum Beispiel eine Farbe für einen Temperaturbereich von 5 Grad. Wenn du einer Anleitung folgst, das zwischen Minimumtemperatur, Durchschnittstemperatur und Maximumtemperatur pro Tag unterscheidet, wählst du am besten viele Farben mit kleinen Temperaturbereichen pro Farbe, damit sich die Tage so stark wie möglich voneinander unterscheiden. Du kannst dann an 2 Grad pro Farbe denken und benötigst mindestens 22 Farben. Da du die Farben schön ineinander übergehen lassen möchtest und du sicherlich deine eigenen Lieblingsfarbtöne hast, wählst du am besten ein Garn mit mindestens 50 Farben. Geeignete Garne sind zum Beispiel die Katia „Basic Merino“, die Acrylgarne von Scheepjes „Colour Crafter“ und Stylecraft „Special DK“, Baumwolle wie Yarn and Colors „Must-Have“ oder denke zum Beispiel an den Acryl/Baumwollmix Scheepjes „Softfun“.

Besuche den lokalen Wollladen und los geht die Wahl der Knäuel! Die Farbauswahl ist ein ziemliches Puzzle. Farben können in kalte und warme Farben eingeteilt werden, und dies wird oft als Basis für eine Temperaturdecke genommen. Lila, Blau und Grün werden mit Eis, Kälte und Ruhe assoziiert, also mit dem Winter. Gelb, Orange und Rot assoziieren wir mit Feuer, Sonne und Energie, mit der Wärme des Sommers. Bei der Farbauswahl kannst du den Farbkreis nach Itten verwenden. Du kannst Farben aus dem gesamten Kreis wählen, von Lila bis Rot. Dann erhältst du eine Decke mit vielen Kontrasten. Oder entscheide dich dafür, die Hälfte des Farbkreises zu verwenden, zum Beispiel von Lila nach Gelb oder von Blau nach Orange. Hast du Angst, dass es zu bunt wird und du es nicht mehr schön findest? Dann wähle verschiedene Töne in zwei Farben, die auf dem Farbkreis nebeneinander liegen, mit einem schönen Übergang in den Tönen, zum Beispiel Lila und Blau. Dann bekommst du nicht das Sommergefühl, aber die Magie wechselnder Töne pro Jahreszeit. Du kannst dich auch von Colourpacks inspirieren lassen, zum Beispiel von Scheepjes „Softfun“. Das Wichtigste: Es gibt natürlich kein Richtig und Falsch! Wähle etwas, das zu dir passt, du wirst schließlich viel Zeit investieren!

Hast du deine Farben ausgewählt? Du bist fast so weit! Wähle auch noch eine schöne Basisfarbe, mit der du verbinden wirst, falls du Grannys, Hexagone oder andere einzelne Formen häkelst. Diese Farbwahl ist ziemlich entscheidend für das endgültige Aussehen deiner Decke. Ein dunkelgrauer Rand oder Verbindung verleiht ein ganz anderes Aussehen als Weiß oder zum Beispiel Taupe.
Ort und Zeit
Du wirst eine Temperaturdecke häkeln. Die Anleitung liegt bereit, die Farben sind gewählt. Aber welche Temperatur wählst du als Ausgangspunkt? Du kannst am 1. Januar des neuen Jahres beginnen und jeden Tag ein Teil häkeln. Ich habe kürzlich auch irgendwo gesehen, dass jemand eine Temperaturdecke aus seinem Geburtsjahr gemacht hat. Das ist auch eine wirklich schöne Idee!

Als Ort kannst du deinen Wohnort oder zum Beispiel DWD Offenbach wählen. Aber wie schön ist es, auch Urlaube in deine Decke einzuarbeiten? Nimm den warmen Sommertag am Gardasee und deinen eiskalten Wintersporttag mit!

Temperaturcheck
Ein solches Projekt erfordert eine gute Organisation. Wie überprüfst und verfolgst du die Temperaturen? Jeden Tag zu überprüfen, hält man nicht leicht ein Jahr lang durch, und wenn es dann nachlässt, ist es schwierig, wieder anzufangen. Wähle im Voraus eine praktische Seite, auf der du deine Daten sammeln und bei Bedarf nachschlagen kannst. Auf https://de.statista.com/themen/73/wetter/ findest du nützliche Wetterinformationen über verschiedene Jahre. Wenn du eine Decke aus Jahrzehnten zuvor häkelst, ist es klug, zu schauen, wie du die Farben über die verschiedenen Temperaturen verteilst. Mein Geburtsjahr war ein ziemlich kaltes Jahr. Es ist dann schön, wenn man noch einen Unterschied zwischen -12 und -8 sieht, also wählst du dann eine zusätzliche Farbe, die für die niedrigste Temperatur verwendet wird.

Legende
Erstelle mit den gewählten Farben eine Legende. Praktisch und schön ist eine Farbkarte, auf der du in einer Tabelle den Temperaturbereich mit der dazugehörigen Farbe notierst und daneben ein Loch perforierst und darin den betreffenden Faden befestigst. Oder klebe die Fäden in dein Häkelbuch. Es gibt auch schöne Karten aus Holz zu kaufen, an denen du dein Garn knoten kannst.
Etikett und Verzierungen
Ist deine Decke fertig? Was für eine Leistung! Es ist schön, die Jahreszahl darin zu verarbeiten! Dies kannst du machen, indem du die Jahreszahl auf eines der Quadrate stickst oder beispielsweise mit der Tambourstickerei versiehst. Befestige ein Etikett mit der Jahreszahl oder bringe an einer Ecke einen Anhänger mit Zahlenperlen an. Besondere Tage können auch mit einem Glitzer- oder Goldfaden oder einer kleinen Applikation verziert werden. Ein Glitzerfaden an deinem Geburtstag oder ein kleines Herzchen an dem Tag, an dem du Oma wurdest… so wird es zu einem persönlichen Denkmal!
In die Startlöcher!
Habe ich dich begeistert gemacht? In einer Temperaturdecke kannst du deine ganze Kreativität ausleben! Wähle, was zu dir passt und was du ein ganzes Jahr lang durchhalten kannst. Beginne jetzt mit den Vorbereitungen, und auch du kannst am 1. Januar mit einer Temperaturdecke starten!




