Heute möchte ich die „beste“ Methode, um Amigurumi, Kuscheltiere, Puppen usw. zu füllen, mit dir teilen. Es ist die Methode, die ich selbst am liebsten verwende. Hier kommen also einige Tipps!
Womit häkelst du Amigurumi?
Amigurumi kann man mit allen Arten von Garn häkeln. Ich habe sogar einmal eines mit Nähgarn und einer 0,5 mm Häkelnadel gehäkelt – also wirklich ganz winzig. Für ein schönes Ergebnis und damit die Kuscheltiere viele Jahre halten, empfehle ich jedoch Baumwollgarn. Acrylgarn kann sich nämlich beim Häkeln und mit der Zeit etwas dehnen. Das wäre wirklich schade um die schöne Häkelarbeit, die du angefertigt hast.
Ich häkle recht locker und verwende deshalb meistens eine Häkelnadel, die eine Nummer kleiner ist als empfohlen.
Die Füllwatte kaufen
Was den Kauf der Füllwatte betrifft: Ich lese manchmal, dass Menschen dafür von Häkelarbeiten übrig gebliebene Fadenenden verwenden. Manche öffnen auch ein altes Kissen und nutzen dessen Füllwatte. Das ist zwar eine günstige Lösung, aber damit lässt sich die Häkelarbeit oft weniger gleichmäßig füllen. Die Fadenenden können sich zusammenballen oder aus dem Häkelstück heraus stechen. Und bei einem Kissen kann die Qualität des Füllmaterials außerdem geringer sein, da sie manchmal aus einzelnen Schaumstoffstückchen besteht. Achte daher gut darauf!
Am besten kaufst du eine hochwertige Füllwatte, die speziell zum Füllen von Amigurumi hergestellt wird. Es ist außerdem für die Kindersicherheit zugelassen, falls du ein Kuscheltier damit befüllen willst und es später zum Spielen gedacht ist. Meist handelt es sich um eine Polyester Füllwatte aus silikonisierten Hohlfasern: leicht, flauschig, waschbar und formstabil.

Die bessere Qualität ist in Weiß erhältlich, was ich persönlich bevorzuge. Es gibt auch eine graue Variante, bei der man jedoch beachten sollte, dass sie kleine Fasern oder andere Partikel enthalten kann. Die graue Füllwatte eignet sich gut, um dunkle Häkelarbeiten auszustopfen.
Wie füllt man nun ein Kuscheltier?
Nimm einen Teil der Füllwatte aus dem komprimierten Beutel. Du musst nicht alles herausnehmen. Der Beutel, den ich verwende, wiegt 1 kg, und damit kann ich unglaublich viele Amigurumi füllen.
Lockere die Füllwatte mit den Händen auf. Zupfe sie sozusagen auseinander, sodass sie nicht mehr eine kompakter Masse ist, sondern lockere Fasern, die sich weich und flauschig anfühlt.

Beim Häkeln von Amigurumi hast du immer eine Öffnung durch die du füllen kannst. Achte darauf, rechtzeitig mit dem Füllen zu beginnen und dass die Öffnung nicht zu klein ist. Falls nötig, musst du einige Reihen wieder aufribbeln, denn du brauchst wirklich genügend Platz, um es zu füllen.
Nimm einen Teil der aufgelockerten Füllwatte und verteile sie durch die Öffnung im Kuscheltier. Fange dabei an den Seiten innen an und fülle das Kuscheltür nach Gefühl gleichmäßig aus. Verwende immer wieder kleine Portionen Füllwatte, bis eine schöne, leicht gewölbte und möglichst gleichmäßige Form entstanden ist. Schau dir auch die Fotos in der Häkelanleitung an, damit die Form dem Original möglichst ähnlich wird.

Fülle das Teil nicht zu fest und nicht zu voll. Andernfalls wird die Häkelarbeit gedehnt, wodurch Löcher entstehen können und kleine Stücke Füllwatte austreten. Die Füllwatte sollte sich im Kuscheltier weiterhin weich und flauschig anfühlen.
Wenn du das Amigurumi als Dekorationsstück verwenden möchtest, kannst du den unteren Bereich mit Granulat oder kleinen Dekosteinen beschweren. Dadurch steht das Kuscheltier stabiler und die Unterseite wird etwas flacher, sodass es beispielsweise besser in einem Schrank stehen bleibt.
Beim Füllen kleiner und besonders schmaler Teile, wie zum Beispiel eines Beins, kannst du die Rückseite deiner Häkelnadel oder einen Bleistift zur Hilfe nehmen. Manche kleinen Teile werden überhaupt nicht gefüllt; falls das so ist, wird dies in der Häkelanleitung ausdrücklich erwähnt.

Wie viel Füllwatte benötigt man?
Das hängt von der Größe des von dir gehäkelten Amigurumi ab. Mit einem großen Beutel von 1 kg kannst du jedoch zahlreiche Kuscheltiere, Puppen, Teddybären oder Kissen füllen.
Wie bewahrt man die Füllwatte auf?
Den bereits aufgelockerten Teil der Füllwatte kannst du einfach wieder im Beutel aufbewahren.
Lager den Beutel mit der Füllwatte irgendwo an einem trockenen Ort. Verschließe ihn oben sorgfältig. Das geht zum Beispiel mit einer Wäscheklammer oder indem du den Beutel vorübergehend zuklebst.
Was kann man als Anfänger und was als Fortgeschrittener häkeln?
Möchtest du mit einem „einfachen“ Amigurumi von unserer Website starten? Dann ist diese Granny Schnecke eine gute Anleitung für einen Anfänger.


Suchst du eine Herausforderung, würde ich persönlich „Puppe Neeltje“ empfehlen. Sie ist wirklich niedlich und besteht aus mehreren Teilen, die gefüllt werden müssen. Weitere Anleitungen für Kuscheltiere findest du ebenfalls auf unserer Website.
Beachte die oben genannten Tipps, und du wirst es ganz bestimmt schaffen.
Viel Spaß beim Häkeln!
Liebe Grüße, Sofie
